Verlegeanleitung

Allg. Verarbeitungshinweise

 

Verlegeanleitung

1 Unterkonstruktion          7 Alu-Klebestreifen  

2 Sparren                       8 Abschlussprofil     

3 Hohlkammerplatte          9 Tropfkante            

4 Dehnungsfuge              10 Silikon-Kleber    

5 Gummiunterlage            11 Abrutschwinke   

6 Verbindungsprofil     

Die Unterkonstruktion  kann aus Holz (vorzugs­weise Leimbinder), Aluminium oder Stahl bestehen.
Die Sparren © sollen in Abständen von 1000 mm in Richtung Gefälle verlaufen. 
Da die Hohlkammer platte © 980 mm breit ist, ergibt sich eine Dehnungsfuge ® von 20 mm. Diese Dehnungsfuge ist erforderlich, um den Hohlkammerplatten eine Ausdehnung bei Temperaturschwankungen zu ermöglichen.  
Zur Verbindung und Befestigung der Hohlkammerplatten wird zunächst eine Gummiunterlage (5) auf die Pfetten aufgebracht. 
Darauf kommen dann die Hohlkammerplatten zu liegen, welche nun mit einem Verbindungsprofil (6),  versehen mit zwei Dichtungslippen, von oben angeschraubt werden. 
Die Verbindungsprofile sind im Abstand von ca. 300 mm vorzubohren.  

Die Stirnseiten der Hohlkammerplatten sollen mit einem Aluminium-Klebestreifen (7) verschlossen werden, wobei die obenliegende Stirnseite mit einem geschlossenen Klebestreifen, und die untere Stirnseite mit einem luftdurchlässigen Klebestreifen verschlossen wird. So wird verhindert, daß Schmutz und Ungeziefer in die Hohlkammerplatten eindringen können. Zugleich kann durch den unteren luftdurchlässigen Klebestreifen Kondenswasser, das sich bedingt durch Temperaturunterschiede in den Hohlkammerplatten bildet, herauszirkulieren.   Nun wird noch ein Abschlußprofil (8), welches mit einer Tropfkante (9) versehen ist, auf die untere Stirnseite gesteckt. Abschließend soll das Stirnseitenabschlußprofil an der Oberseite mit einem Siliconkleber (10) versiegelt werden.(Nur Silicon verwenden, der sich ausdrücklich mit den Hohlkammerplatten verträgt, ein falscher Kleber zerstört die Platte.)Durch einen Abrutschwinkel (11), festgeschraubt am Ende der Verbinder,  wird das Herausrutschen der Hohlkammerplatten verhindert.  

Lagerung

Polycarbonat-Hohlkammerplatten sind bei einer Lagerung im Freien vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.Bei gestapelten Hohlkammerplatten entsteht sonst ein Hitzestau, der zu einer Verformung der Platten führen kann.

Unterkonstruktion

Dachverglasungen erfordern eine ausreichend stabile Unterkonstruktion, für die Stahl, Aluminium oder bei Holzkonstruktionen — Leimbinder eingesetzt werden können. Die Pfetten müssen so ausgelegt sein,dass sie den örtlichen Wind- und Schneelasten standhalten.  

Anstrich

Die mit einem Anstrich vorbehandelte Unterkonstruktion sollte gut ablüften, da Lösungsmitteldämpfe Beschädigungen  an den Platten hervorrufen können. Für den Anstrich kann jeder beliebige Farbton gewählt werden.Evtl. auftretende Hitzestaus durch dunkel gestrichene Konstruktionen beeinträchtigen die Gebrauchsfähigkeit derPolycarbonat-Hohlkammerplatten nicht, da diese eine Wärmestabilität bis + 120°C haben.  

Dachneigung

Damit das Regenwasser abläuft und zur Vermeidung von Verschmutzung oder Kondenswasserbildung, muss die Dacheindeckungein Gefälle von min. 5%/m aufweisen. Bei der Verlegung ist darauf zu achten, dass die Stege der Platte in Wasserlaufrichtung laufen.  

Sägen

Polycarbonat-Hohlkammerplatten lassen sich z. B. mit Hand- oder Stichsägen auf das gewünschte Maß zuschneiden. Sägespäne in den Plattenkanälen lassen sich mit Pressluft entfernen.  

Dehnung

Polycarbonat-Hohlkammerplatten schrumpfen bzw. dehnen sich durch Temperatur-Einflüsse.  Die freie Ausdehnung der Platten sollte in jedem Fall gewährleistet sein.  

Schutzfolie

Polycarbonat-Hohlkammerplatten haben zum Schutz gegen Verschmutzung und Kratzer eine Folienkaschierung.  Vor dem Verlegen muss die Schutzfolie im Einspannbereich entfernt werden. Es empfiehlt sich, die komplette Kaschierung erst nach dem endgültigen Abschluss der Arbeiten abzuziehen. Die farbige Folie kennzeichnet die Sonnenseite.  

Begehbarkeit

Dächer aus Polycarbonat-Hohlkammerplatten sollten weder zur Montage noch zur Reinigung direkt betreten werden. Es empfiehlt sich, Bohlen über die Pfetten zu legen. Das schützt die Platten vor unbeabsichtigter Verformung oder Beschädigung.  

Garantie

Der Hersteller gewährt für die Hohlkammerplatten eine 10-Jahre-Garantie (gemäß Garantieerklärung).  

Reinigung

Zur Reinigung der Polycarbonat-Hohlkammerplatten beachten Sie bitte folgende 

Pflegetipps

Platten mit lauwarmem Wasser vorspülen mit milder Seifenlauge oder schonendem Haushaltsreiniger und lauwarmem Wasser abwaschen, gründlich nachspülen und trocken wischen, um Wasserflecken zu vermeiden.  

Wichtig

Polycarbonat-Hohlkammerplatten nie mit scheuermittelhaltigen oder hoch alkalischen Reinigern behandeln keine scheuernden Bürsten, Stahlwolle oder scharfe Gegenstände zur Reinigung benutzen. Die in diesem Prospekt angegebenen Werte sind nicht nur Material-, sondern auch Konstruktions- und Verarbeitungsabhängig. Wir bitten Sie, die Verwendung von Polycarbonat-Hohlkammerplatten und des Verlegematerials den jeweiligen besonderen Verhältnissen anzupassen und sie vor der Anwendung zu testen. Die Angaben, mit denen wir Sie beraten wollen, entsprechen den Erfahrungen des Herstellers und unseren eigenen. Eine Gewähr für die Ergebnisse bei der Anwendung der Produkte können wir nicht übernehmen.  

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